Auch ohne Vizeweltmeisterin Petra Dallmann gelang es den Nikar-Startern in Essen, ein mehr als positives Gesamtergebnis zu erreichen. Den Auftakt machten Isabelle Härle und Franziska Jansen mit einem famosen Rennen über 800 Freistil – Isabelle steigerte sich im Vergleich zum Weltcup noch einmal um 11(!) Sekunden und auch Franziska konnte sich um 11 Sekunden steigern. Mit 8:18 und 8:25 unterboten beide die geforderte EM-Norm von 8:29 deutlich und für Isabelle war die EM-Teilnahme durch den Titelgewinn gesichert. Franziska musste noch bangen – sie musste sich noch Jaana Ehmke aus Potsdam geschlagen geben und erreichte einen dritten Platz.
Florian Abele qualifizierte sich nach einer erneuten Verbesserung des Badischen Rekordes auf nun 59,12 Sekunden über 100m Brust für den Endlauf, konnte sich jedoch nicht noch einmal steigern und belegte einen guten 5. Platz. Auch Sibylle Dalacker gelang der Einzug ins B-Finale, ihr gelang es erstmals die Grenze der 1:10min zu unterbieten. Mit 1:09,74 erreichte sie einen 9. Platz im Gesamtklassement.
Am Samstag sprang Franziska Jansen erneut als Medaillenkandidatin ins Wasser – diesmal über 200m Freistil. Dank einer guten Vorbereitung gelang es ihr, als zweite hinter der neuen deutschen Rekordhalterin Daniela Schreiber aus Halle anzuschlagen. Ihre Bestzeit verbesserte sie hier um mehr als 2,5 Sekunden. Im starken Brustschwimmerfeld ging Sibylle Dalacker auch über 50m an den Start – sie verbesserte ihre erst vor einer Woche erschwommene Bestzeit erneut auf 32,41 Sekunden.
Janne Schäfer startete hier als absolute Favoritin in das Rennen – und sie wurde dieser Rolle gerecht; mit einer Zeit von 29,95 bestätigte sie die bereits unterbotene EM-Norm noch einmal und sicherte sich den Titel über diese Strecke.
Am nächsten Tag gelang Julia Dammann der Einzug ins B-Finale über 200m Brust. Sie konnte sich jedoch nicht weiter verbessern, landete aber mit einer guten Zeit auf dem 12. Platz.
Die nächste Strecke sollte für Franziska Jansen eine erneute Chance sein, sich endgültig für das EM-Team zu qualifizieren. Beim Weltcup in Berlin war sie nur den Hauch einer Sekunde über der geforderten Norm geblieben, diese wollte sie nun schaffen. Am Ende stieg sie als Titelträgerin vor Vereinskollegin Isabelle Härle aus dem Wasser – war jedoch nicht zufrieden, da sie die Zeit erneut knapp verfehlt hatte. Da jedoch die Zeitplatzierte über 800m, Jaana Ehmke, über die 400m nicht am Start gewesen war, hatte Franziska gute Chancen auf eine Nachnominierung zur EM – die sich auch bestätigen sollte.
Allen Schwimmerinnen und Schwimmern gelangen gute und teilweise enorme Verbesserungen ihrer persönlichen Bestleistungen und sie kehrten zufrieden aus Essen zurück.
Wir gratulieren Janne Schäfer, Franziska Jansen und Isabelle Härle zu ihren Titeln und wünschen viel Erfolg bei der EM in Istanbul. Außerdem Kraft und Motivation für das Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften am 5.12. in Wuppertal.






