Verein

Nachbericht einer "besonderen" Trainingseinheit

Nachfolgend könnt Ihr einen kleinen Nachbericht zu einer "besonderen" Trainingseinheit lesen, den unsere FSJlerin Sophie Reither verfasst hat. Im Rahmen ihres FSJ-Projekts hat sie mit unserem Schwimmnachwuchs ein spezielles Training durchgeführt:

"Am vergangenen Freitag habe ich mit einigen Nikar-Kids ausprobiert, wie es ist, mit gewissen körperlichen Einschränkungen zu schwimmen. Mir ging es dabei vor allem darum, dass die Kinder am eigenen Körper erfahren, was es bedeutet, wenn sie manche Körperteile nicht bewegen können und sich somit ein Stück weit in Kinder hineinversetzen lernen, die mit einer echten Behinderung Sport treiben.

Im Rahmen dieser „Eigenerfahrungs-Einheit“ haben die Kinder verschiedene Schwimmaufgaben bekommen, die zu lösen waren:

Zunächst sollten die Kinder einarmig schwimmen und zwar so, dass der andere Arm vollständig bewegungslos bleiben sollte. Dazu wurden die Arme in den Badeanzug bzw. die Badehose „gepackt“, damit keine Bewegungen möglich waren. Bei manchen Schwimmarten war das gar nicht so einfach und die Kinder spürten, welche Anstrengungen zum Vorwärtskommen erforderlich waren.

Im nächsten Schritt haben die Kinder beide Arme „weggesteckt“ und mussten ausschließlich mit den Beinen vorankommen. Bei dieser Aufgabe haben sich die Kinder schon sehr schwergetan, weil es doch etwas ganz Anderes ist, völlig ohne Armeinsatz schwimmen zu müssen.

Danach kehrten wir die Aufgabe um, und es durften ausschließlich die Arme benutzt werden. Hierbei sind die Kids mit ihren Beinen in einen Tauchring geschlüpft, sodass Füße und Beine zusammengebunden waren und somit direkt nach unten gesunken sind und nicht, wie z.B. von einem Brett, nach oben getrieben wurden. Vor allem das Kraulschwimmen war für manche Kinder eine Herausforderung, weil die Beine immer im Weg waren und sie durch den fehlenden Auftrieb eine viel schlechtere Wasserlage hatten.

Um zu erleben wie es ist, blind zu schwimmen, haben die Kinder verdunkelte Brillen angezogen und sie mussten zu zweit die andere Beckenseite erreichen. Dabei hat immer ein Kind dem anderen verbal die Richtung vorgegeben und somit geholfen, sicher auf die andere Seite zu gelangen. Auch dies war eine spannende Erfahrung für die jungen Schwimmer/innen und eine Herausforderung, sich auf den anderen zu verlassen und zu vertrauen.

Zum Abschluss des Schwimmteils haben wir noch eine kleine Staffel gemacht, in der die Kinder zu zweit eine Bahn „Tandem“ schwimmen mussten. Der/die vordere war für die Armarbeit zuständig und der/die andere hat sich an den Füßen der Vorderfrau festgehalten und sich um die Beinbewegung gekümmert.

Am Ende der „Eigenerfahrungs-Einheit“ haben wir uns alle nochmal in Ruhe zusammengesetzt und rückblickend über die verschiedenen Erfahrungen und Gefühle gesprochen, die während dem Schwimmen entstanden sind. Den Kindern hat es sehr gefallen, auch wenn es für sie manchmal nicht leicht war, mit den „Behinderungen“ klarzukommen. Trotzdem haben sie nicht aufgeben und ihr Bestes gegeben.  In jedem Fall haben alle, die teilgenommen haben, mal eine Ahnung davon bekommen, was es bedeutet, mit körperlichen Einschränkungen Sport zu treiben.

Schön wäre eine Wiederholung des Events, dann hoffentlich gemeinsam mit Kindern, die mit einer echten Behinderung leben und Sport treiben."

Anbei einige Impressionen...

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Aktuelle Info: Die Herbstkurse sind ausgebucht. Die nächste Kursreihe beginnt wieder Mitte Januar 2020. Anmeldungen sind ab Mo, 18.11. möglich!

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