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Olympiaqualifikation im Wasserball

„Jeden Tag ein Endspiel“: Timo van der Bosch kämpft um Olympiaticket

Nach fast einem Jahr voller Irrungen und Wirrungen wird es am Sonntag nun endlich ernst: Deutschlands Wasserballer kämpfen beim weltweiten Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (Niederlande) um die letzten drei von lediglich zwölf Tokio-Startplätzen. Erster von fünf Vorrundenkontrahenten für die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit dem beim SV Nikar groß gewordenen Heidelberger Timo van der Bosch ist am Sonntag von 16 Uhr an Gastgeber Niederlande.

Als Favoriten auf die drei Tokio-Tickets gelten bei dem Zwölf-Nationen-Turnier die drei großen Wasserball-Nationen Kroatien, Montenegro und Griechenland. Die DSV-Auswahl zählt als WM-Achter von 2019 ebenfalls zum Kandidatenkreis, muss allerdings erst einmal die Vorrunde überstehen: „Wir haben jeden Tag ein Endspiel“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin), dessen Team in der Gruppe B mit den Niederlanden, Frankreich, Rumänien, Russland und dem Olympiazweiten Kroatien durchweg auf spielstarke europäische Teams trifft und dort zumindest Platz vier erreichen muss.

Die Vorbereitung war intensiv, hätte aber besser laufen können: Stamm muss bei der Neuauflage der Veranstaltung, die bereits im März 2020 zur Austragung hätte kommen sollen, aus unterschiedlichen Gründen auf gleich vier seiner 13 WM-Teilnehmer von 2019 verzichten. „Das ist für uns schon ein Rückschlag“, sagt der Berliner, der seit Jahresbeginn auf gleich vier Lehrgängen in Warendorf zumindest ausgiebig testen konnte. Auch zwei der vier Vorbereitungsmaßnahmen mussten coronabedingt umgeplant werden, doch die DSV-Auswahl will mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten: „Wir sind ein noch besseres Team als vorher“, ist sich Spielführer Julian Real (Hannover) sicher. Gestärkt fühlt sich auch Timo van der Bosch, der neben Zoran Bozic (SSV Esslingen) als einziger Baden-Württemberger nominiert worden ist: „Wir haben eine sehr gute Mischung aus jungen und alten Spielern, und auch wenn es sehr schwierig wird, sind wir sehr optimistisch, die Qualifikation zu schaffen.“

Der Heidelberger weiß, wovon er spricht: Er war bereits 2016 bei dem damaligen Turnier in Triest (Italien) dabei. Dort legte die DSV-Auswahl eine schwache Vorrunde hin, scheiterte im entscheidenden Viertelfinale dennoch nur denkbar knapp mit 7:8 an Rekordolympiasieger Ungarn. Mit vier EM-Teilnahmen seit 2014, dem vierten Platz beim Weltcup 2018 in Berlin und Rang acht bei den Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (Südkorea) zählt der Centerspieler, der in der Bundesliga für Europapokalteilnehmer SV Ludwigsburg aktiv ist, bereits zu den Routiniers im deutschen Aufgebot.

Für die diesjährige Veranstaltung gelten rigide Corona-Auflagen: Die Teams beziehen nach einer Selbstisolation im Vorfeld vor Ort eine „Blase“ und werden regelmäßig getestet. Sollte es drei oder mehr positive Tests in einem Team, gleich ob bei den Spielern oder im Betreuerstab, geben, scheidet die Mannschaft aus. Auch Zuschauer sind nach einer Vorordnung der Regierung entgegen ersten Planungen nicht mehr zugelassen.

In jedem Fall wartet auf die DSV-Auswahl in Rotterdam mit täglichen Spielen ein knüppelhartes Programm: Nach der Auftaktpartie gegen den Gastgeber trifft der WM-Achte auf Frankreich (Montag, 14:30 Uhr), Russland (Dienstag, 17:30 Uhr), Rumänien (Mittwoch, 13 Uhr) und Kroatien (Donnerstag, 20:30 Uhr), und von Freitag an sollen natürlich noch die K.o.-Spiele folgen. Der Weltschwimmverband FINA bietet unter www.finatv.live/en (kostenpflichtig) Livestreams aller Partien.

 

Olympiaqualifikationsturnier 2020 in Rotterdam (Niederlande)

Team Deutschland

Marko Stamm, Lucas Gielen, Marin Restovic, Denis Strelezkij, Maurice Jüngling, Mateo Cuk, Aleks Sekulic (alle Wasserfreunde Spandau 04), Julian Real, Moritz Schenkel, Fynn Schütze (Waspo 98 Hannover), Hannes Schulz, Florian Thom (OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg), Zoran Bozic (SSV Esslingen) und Mark Gansen (ASC Duisburg)

Trainerteam: Hagen Stamm, Petar Kovacevic
Arzt und Hygienebeauftragter: Dr. Lars Götz
Videotrainer und organisatorischer Leiter: Dirk Hohenstein
Torwarttrainer: Peter Röhle
Athletiktrainer: Stephan Bischoff
Physiotherapeutin: Dirk Brinkmann und Sandra Passenberg

 

Auszug Spielplan

Sonntag, den 14. Februar 2021
16:00 Niederlande – Deutschland

Montag, den 15. Februar 2021
14:30 Deutschland – Frankreich

Dienstag, den 16. Februar 2021
17:30 Russland – Deutschland

Mittwoch, den 17. Februar 2021
13:00 Rumänien – Deutschland

Donnerstag, den 18. Februar 2021
20:30 Kroatien – Deutschland

Freitag, den 19. Februar 2021
ab 14:00 Uhr Viertelfinale

Sonnabend, den 20. Februar 2021
ab 14:00 Uhr Platzierungsspiele 5/8 und Halbfinale

Sonntag, den 21. Februar 2021
ab 12:00 Uhr Platzierungs- und Medaillenspiele

Veranstaltungshomepage: www.oktwaterpolo2020.nl
Livestream: www.finatv.live/en

Aus Baden-Württemberg ist der Heidelberger Timo van der Bosch, hier bei einem Vorbereitungslehrgang in Warendorf, für das Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam nominiert worden. Foto: Leistungssport Schwimmen Baden-Württemberg gGmbH Der Heidelberger Timo van der Bosch ist seit 2014 eine feste Größe in der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft. Foto: Leistungssport Schwimmen Baden-Württemberg gGmbH

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